24.07.2004
Hm... Matratzen...
Endlich mal wieder was weiches unter'm Hintern. In bester Bead & Breakfast-Manier gab es "Full English Breakfast" - also das übliche Spiegelei mit Schinken, Toast (und in diesem Fall auch gebratenen Pilzen) und Würstchen. Als wir fertig waren, geduscht und gepackt hatten, gingen wir runter, um noch zu bezahlen. Was uns der Hausherr gestern Abend nicht verraten hatte, als wir auf seine Frage "Where are you from?" mit "Germany" antworteten, war der lustige Umstand, dass die restlichen Gäste im Haus drei Mädchen aus Stuttgart waren. Irgendwie ist es uns immernoch ein Rätsel, wie wir es ständig schaffen, wo auch immer wir hinkommen irgendwo jemanden aus Deutschland zu treffen. Leider nicht sehr gesprächig die Mädels... Einige Pfund (£) leichter ging es weiter in Richtung Exeter.
Von unterwegs gibt es wenig zu erzählen, wir haben lediglich ein paar mal angehalten um ein paar Fotos zu machen.
In Exeter angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz (fündig wurden wir in einem Parkhaus) und marschierten durch die gut gefüllte Innenstadt - auf der Suche nach einer Buchhandlung und Geldautomaten. Ersteres hatten wir recht bald gefunden und dort für uns beide das "Highway Code Book" geholt, für Simbabque noch drei Romane und für's Zwerchfell ein englisches "German Phrase Book". Geldautomaten gab's mal wieder nicht. Aber Internet gab's immerhin nach kurzem Suchen. Also nutzten wir die Chance kurz die Seite zu erneuern, Bilder hochzuladen, eMails abzurufen, etc.
Nächstes Ziel sollte "Dartmouth Castle" sein. Das liegt direkt an der Südküste und war mal eine kleine Wachburg, die den Hafen von Dartmouth beschützt hat. Wir konnten auf dem Weg dorthin die Feststellung machen, dass die Straßen in England schmaler werden, je weiter nach Westen man kommt. Und, dass nicht alle Wege dahin führen, wo man gerne hinmöchte: Dass wir den Hafen von Dartmouth mit einer Fähre überqueren müssen, hätten wir vorher auch nicht geahnt. Dafür, dass es nur ca. 200 - 300 Meter sind, lohnt sich m.E. eine Fähre auch garnicht - aber was soll man machen. "Dartmouth Castle" war nicht wirklich viel mehr als ein halb erhaltener und halb restaurierter Kanonenturm mit einer Batterie Kanonen links und einer rechts & die Reste einer Wand, die mal zwei Türme verband (*reim*). Dazu kam noch ein kleiner Friedhof inklusive Kapelle. Nachdem wir alles ausgiebig begutachtet, nochmal ein paar deutsche Touristen getroffen und uns grade wieder Bereit für die Weiterfahrt gemacht hatten, klopfte ein älterer Herr an die Beifahrertür und machte uns nachdem wir dieselbe geüffnet hatten auf Deutsch (!) darauf aufmerksam, dass Simbabque den Schlüssel außen hatte stecken lassen. Wir dachten uns schon "Kann ja nicht wahr sein?! Schon wieder Deutsche?" aber wie sich herausstellte war der nette Mann aus London, hatte aber in der Schule Deutsch und besucht seit 20 Jahren regelmäßig Deutschland. Nun also ohne außen steckenden Schlüssel (der uns ja nicht daran gehindert hätte, loszufahren - wir haben zur Sicherheit zwei Schlüssel mit) machten wir uns auf den Weg und schlängelten uns ein weiteres mal durch die Engen Straßen von Dartmouth, um wieder auf größere Straßen zu kommen.
Nachdem wir uns aus diesem typisch englischen Straßenlabyrinth herausgefunden hatten, prügelten wir Plymouth als neues Ziel ins Navigationssystem und machten uns auf die Socken. Unterwegs wurde die Karte geprüft und die Campingplätze in's Navigationssystem übertragen. Am Dartmoor National Park vorbei bis nach Plymouth gab es bis auf das obligatorische Falschabbiegen an Kreiseln nichts besonderes. Immerhin hatten wir dank des Highway Code Books inzwischen einen Plan, wie man sich an Kreiseln einsortiert, wann man blinkt und wann nicht, was die meisten Linien bedeuten und wie man die meisten anderen "komischen" Abweichungen von den gewohnten Verkehrsregeln deuten muss. Unseren Campingplatz für die Nacht fanden wir gleich am Ortseingang, fast noch im Vorort Plympton. Viel Platz war nicht mehr frei, aber wir konnten uns einen Platz auf der Wiese direkt neben der Einfahrt sichern. Bei so viel Glück mit der Schlafplatzsuche fuhren wir froher Dinge erst zu einem nahe gelegenen Bau-Hobby-Garten-Laden, der noch offen hatte (Samstag ist in England der Tag, an dem die Läden am kürzesten offen haben), um ein weiteres mal nach einem "komischer 3-pin Caravan-Stecker zu normale englische Steckdose"-Adapter zu fragen. Wieder einmal Fehlanzeige. (Wie wir morgen früh erfahren würden, hatte der Campingladen, der grade mal 5km weg war, am Samstag zu.) Also sind wir weiter in die Innenstadt gefahren, haben direkt vor einem Geldautomaten angehalten (2 Meter Abstand) und sind dann noch bei einem eigentlich unscheinbaren Chinesen eingekehrt, der aussah, als hätte er eine Grundfläche von 10m² - allerdings wussten wir da noch nichts vom 200m²-Obergeschoss. Gab aber wiedermal nichts besonders scharfes :(
Nach'm Essen sind wir zurück zum Campingplatz und haben uns in die "Lounge Bar" begeben und noch bis zur Sperrstunde (also 23 Uhr) gelesen. Weil uns das zu kurz war, haben wir dann noch im Auto weitergelesen, bis Simbabque im Sitzen eingepennt ist. Haben uns dann in's Zelt verkrüelt und gepennt.
8tImER (einen Tag versetzt, dank Internetmangel)
Kommentar schreibenHm... Matratzen...
Endlich mal wieder was weiches unter'm Hintern. In bester Bead & Breakfast-Manier gab es "Full English Breakfast" - also das übliche Spiegelei mit Schinken, Toast (und in diesem Fall auch gebratenen Pilzen) und Würstchen. Als wir fertig waren, geduscht und gepackt hatten, gingen wir runter, um noch zu bezahlen. Was uns der Hausherr gestern Abend nicht verraten hatte, als wir auf seine Frage "Where are you from?" mit "Germany" antworteten, war der lustige Umstand, dass die restlichen Gäste im Haus drei Mädchen aus Stuttgart waren. Irgendwie ist es uns immernoch ein Rätsel, wie wir es ständig schaffen, wo auch immer wir hinkommen irgendwo jemanden aus Deutschland zu treffen. Leider nicht sehr gesprächig die Mädels... Einige Pfund (£) leichter ging es weiter in Richtung Exeter.
Von unterwegs gibt es wenig zu erzählen, wir haben lediglich ein paar mal angehalten um ein paar Fotos zu machen.
In Exeter angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz (fündig wurden wir in einem Parkhaus) und marschierten durch die gut gefüllte Innenstadt - auf der Suche nach einer Buchhandlung und Geldautomaten. Ersteres hatten wir recht bald gefunden und dort für uns beide das "Highway Code Book" geholt, für Simbabque noch drei Romane und für's Zwerchfell ein englisches "German Phrase Book". Geldautomaten gab's mal wieder nicht. Aber Internet gab's immerhin nach kurzem Suchen. Also nutzten wir die Chance kurz die Seite zu erneuern, Bilder hochzuladen, eMails abzurufen, etc.
Nächstes Ziel sollte "Dartmouth Castle" sein. Das liegt direkt an der Südküste und war mal eine kleine Wachburg, die den Hafen von Dartmouth beschützt hat. Wir konnten auf dem Weg dorthin die Feststellung machen, dass die Straßen in England schmaler werden, je weiter nach Westen man kommt. Und, dass nicht alle Wege dahin führen, wo man gerne hinmöchte: Dass wir den Hafen von Dartmouth mit einer Fähre überqueren müssen, hätten wir vorher auch nicht geahnt. Dafür, dass es nur ca. 200 - 300 Meter sind, lohnt sich m.E. eine Fähre auch garnicht - aber was soll man machen. "Dartmouth Castle" war nicht wirklich viel mehr als ein halb erhaltener und halb restaurierter Kanonenturm mit einer Batterie Kanonen links und einer rechts & die Reste einer Wand, die mal zwei Türme verband (*reim*). Dazu kam noch ein kleiner Friedhof inklusive Kapelle. Nachdem wir alles ausgiebig begutachtet, nochmal ein paar deutsche Touristen getroffen und uns grade wieder Bereit für die Weiterfahrt gemacht hatten, klopfte ein älterer Herr an die Beifahrertür und machte uns nachdem wir dieselbe geüffnet hatten auf Deutsch (!) darauf aufmerksam, dass Simbabque den Schlüssel außen hatte stecken lassen. Wir dachten uns schon "Kann ja nicht wahr sein?! Schon wieder Deutsche?" aber wie sich herausstellte war der nette Mann aus London, hatte aber in der Schule Deutsch und besucht seit 20 Jahren regelmäßig Deutschland. Nun also ohne außen steckenden Schlüssel (der uns ja nicht daran gehindert hätte, loszufahren - wir haben zur Sicherheit zwei Schlüssel mit) machten wir uns auf den Weg und schlängelten uns ein weiteres mal durch die Engen Straßen von Dartmouth, um wieder auf größere Straßen zu kommen.
Nachdem wir uns aus diesem typisch englischen Straßenlabyrinth herausgefunden hatten, prügelten wir Plymouth als neues Ziel ins Navigationssystem und machten uns auf die Socken. Unterwegs wurde die Karte geprüft und die Campingplätze in's Navigationssystem übertragen. Am Dartmoor National Park vorbei bis nach Plymouth gab es bis auf das obligatorische Falschabbiegen an Kreiseln nichts besonderes. Immerhin hatten wir dank des Highway Code Books inzwischen einen Plan, wie man sich an Kreiseln einsortiert, wann man blinkt und wann nicht, was die meisten Linien bedeuten und wie man die meisten anderen "komischen" Abweichungen von den gewohnten Verkehrsregeln deuten muss. Unseren Campingplatz für die Nacht fanden wir gleich am Ortseingang, fast noch im Vorort Plympton. Viel Platz war nicht mehr frei, aber wir konnten uns einen Platz auf der Wiese direkt neben der Einfahrt sichern. Bei so viel Glück mit der Schlafplatzsuche fuhren wir froher Dinge erst zu einem nahe gelegenen Bau-Hobby-Garten-Laden, der noch offen hatte (Samstag ist in England der Tag, an dem die Läden am kürzesten offen haben), um ein weiteres mal nach einem "komischer 3-pin Caravan-Stecker zu normale englische Steckdose"-Adapter zu fragen. Wieder einmal Fehlanzeige. (Wie wir morgen früh erfahren würden, hatte der Campingladen, der grade mal 5km weg war, am Samstag zu.) Also sind wir weiter in die Innenstadt gefahren, haben direkt vor einem Geldautomaten angehalten (2 Meter Abstand) und sind dann noch bei einem eigentlich unscheinbaren Chinesen eingekehrt, der aussah, als hätte er eine Grundfläche von 10m² - allerdings wussten wir da noch nichts vom 200m²-Obergeschoss. Gab aber wiedermal nichts besonders scharfes :(
Nach'm Essen sind wir zurück zum Campingplatz und haben uns in die "Lounge Bar" begeben und noch bis zur Sperrstunde (also 23 Uhr) gelesen. Weil uns das zu kurz war, haben wir dann noch im Auto weitergelesen, bis Simbabque im Sitzen eingepennt ist. Haben uns dann in's Zelt verkrüelt und gepennt.
8tImER (einen Tag versetzt, dank Internetmangel)
Kommentare:
PieEyPieEy am 26.07. um 11:36
Interessant zu hören, dass es zumindest e i n e n Fan der englischen Küche gibt... Wo doch das typisch englische Essen so aussieht:
Gast: "Well, what've you got?"
Kellnerin: "Well, there's egg and bacon; egg sausage and bacon; egg and spam; egg bacon and spam; egg bacon sausage and spam; spam bacon sausage and spam; spam egg spam spam bacon and spam; spam sausage spam spam bacon spam tomato and spam..."
Na, vielleicht stimmt Ihr ja noch mal in den Chor der Wikinger ein:
"Spam spam spam spam. Lovely spam! Wonderful spam! Spam spa-a-a-a-a-am spam spa-a-a-a-a-am spam. Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Lovely spam! Spam spam spam spam!"
Gast: "Well, what've you got?"
Kellnerin: "Well, there's egg and bacon; egg sausage and bacon; egg and spam; egg bacon and spam; egg bacon sausage and spam; spam bacon sausage and spam; spam egg spam spam bacon and spam; spam sausage spam spam bacon spam tomato and spam..."
Na, vielleicht stimmt Ihr ja noch mal in den Chor der Wikinger ein:
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